Kategorie: Aktuelles (Seite 36 von 37)

9 Fragen an das neue GuKG

Das Betriebsratsteam befragte Kolleginnen und Kollegen zu etwaige Fragen rund um das neue GuKG – AK Experte Mag. Alexander Gratzer lieferte uns Antworten.

Warum gibt es überhaupt eine Veränderung im GuKG?

Das GuKG 1997 ist in seine Jahre gekommen, die Rahmenbedingungen haben sich seither stark verändert (mit der Zunahme der Pflegebedarfs, steigt auch der professionelle Pflegebedarf, neue Dokumentations- und Hygieneerfordernisse). Beachtlich ist die Übernahme berufsfremder Tätigkeiten, sowie die Verdichtung der Arbeit insgesamt zu einer enormen Arbeitsbelastung geführt hat. Die Novelle sollte den Pflegeberuf attraktivieren.

Die Träger der Behindertenverbände wollten eine Ausnahme, warum ist die nicht zustande gekommen?

Pflege ist eine Vorbehaltstätigkeit und darf nur von dazu ausgebildeten Personen erbracht werden. Die Ausbildung ist ein wesentliches Kriterium für die Pflegequalität.

Aber ein richtiger Kritikpunkt ist, dass im GuKG auf die Erfordernisse im Behindertenwesen genau so wenig explizit eingegangen wurde, wie auf jene in der mobilen Pflege und Betreuung. Allerdings wurde eine Bestimmung im Ärztegesetz eingefügt, die künftig die Versorgungskette vom Arzt über die diplomierte Gesundheits- und Krankenpflege und bestimmte MitarbeiterInnen in Behinderteneinrichtungen erleichtert (§50a ÄrzteG). Sie zielt auf multiprofessionelle ganzheitlich orientierte Versorgungsteams ab.

Müssen sich auch Träger der Behindertenhilfe an das neue GuKG halten?

Ja.

Wird es eine Aufschulungspflicht von der Pflege­assistenz zur Pflegefachassistenz geben, so wie bei der UBV?

Nein. Aber die Pflegeassistenz verfügt mit der GuKG-Novelle 2016 grundsätzlich über mehr Kompetenzen, diese darf sie aber erst dann anwenden, wenn sie über die erforderlichen Kenntnisse und ­Fähigkeiten verfügt. Die diesbezügliche Aufschulung könnte beispielsweise im Rahmen einer entsprechenden Fortbildung erworben werden. Ob die neuen Kompetenzen von Seiten des Dienstgebers verlangt werden, hängt letztlich von diesem ab.

Wenn aufgeschult wird, wird es finanziell abgegolten, da man ja mehr Verantwortung und Kompetenzen hat?

Dies hängt vom jeweiligen Kollektivvertrag ab und wäre dort zu regeln.

Ändert sich bei Pflegerhelfern/Pflegeassistenten das Ausmaß der Pflichtfortbildungsstunden?

Nein.

Können die benötigten Aufschulungen beim ­eigenen Dienstgeber absolviert werden?

Grundsätzlich ja, „inhouse-Schulungen“ sind ­möglich.

Wenn nicht, muss ich das Praktikum in meiner Freizeit machen?

Wenn man von der Möglichkeit einer Aufschulung jetzt nicht Gebrauch macht, so ist dabei daran zu denken, dass bei einem späteren zukünftigen Dienstgeberwechsel diese Kompetenzen möglicherweise verlangt werden. Für diesen Fall ist der Erwerb dieser Kenntnisse und Fähigkeiten in der Regel eigenverantwortlich vorzunehmen.

Wenn es bei der Umsetzung Probleme gibt, wer kann uns da unterstützen?

Die AK und der ÖGB.

Timeout Gesundheitskolumne 2017

Gutes neues Jahr und viel Gesundheit!

Hallo, Kollegin und Kollege…

Hast du auch den Eindruck, dass dieses Jahr mal wieder ziemlich schnell vergangen ist? Irgendwie habe ich das Gefühl, dass das letzte Weihnachten noch gar nicht so lange her ist. Naja, das liegt wahrscheinlich daran, dass sich die Weihnachtszeit nicht nur auf die Adventzeit beschränkt, sondern eigentlich schon früher beginnt. Der Handel beansprucht unseren Postkasten ja schon seit Oktober maßlos mit Flugblättern und Sonderangeboten, damit wir ja rechtzeitig unsere Weihnachtseinkäufe erledigen. Auch im Arbeitsalltag werden wir in dieser Zeit oftmals mit weihnachtlichem Organisationsaufwand überladen, sodass uns die „Besinnlichkeit“ des Festes zu den Feiertagen schon zum Hals raushängt.

Jetzt mal ehrlich, muss das denn sein? Allen voraus sollte diese Zeit doch dazu da sein, um sich rauszunehmen und sich der Winterzeit anzupassen. Die Natur legt im Winter eine Pause ein, also sollten wir das auch tun. So verlockend das Treiben an den Weihnachtsmärkten und Glühweinstandeln auch ist, so wichtig ist es auch in dieser Zeit Körper und Geist zu schonen.

Wie du vielleicht schon bemerkt hast, sehen wir es vom Team „Time out“ als unseren Auftrag, das Thema Entschleunigung in den Mittelpunkt zu rücken und ein Bewusstsein für einen gesunden (Arbeits-)Alltag zu schaffen. Wir begleiten dich auch in diesem Jahr mit wertvollen Informationen zur Saison. Somit  wünschen wir dir einen guten Start ins neue Jahr. Bleib gesund!

 

Wir bleiben am Ball….

Liebe Grüße,

Christoph & Michael

wie findet ihr das?

Trübe Aussichten?? – Wir schaffen Transparenz: Forderungen der Arbeitgeber sowie Forderungen der Arbeitnehmer für die Kollektivvertragsverhandlungen für mehr als 100.000 Beschäftigte im privaten Gesundheits- und Sozialbereich.

Forderungen der Arbeitgeber
Die Arbeitgeber fordern mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit, zB durch längere Durchrechnungszeiträume und der Mitnahme von Minusstunden. Weiters möchten Sie die Ruhezeitbestimmungen im Kollektivvertrag verschlechtern. Im Gegenzug bieten die Arbeitgeber eine Abgeltung der Inflationsrate und differenzierte Erhöhungen (zB für niedrige Einkommen, ALT-Systeme).

Forderungen der Arbeitnehmer
Die Gewerkschaften GPA-djp und vida fordern eine deutliche Erhöhung der Reallöhne und –gehälter und die Verankerung der  35-Stunde-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich im Kollektivvertrag. Wichtig für die heurigen Verhandlungen ist, dass sich die erweiterten Kompetenzen, die sich durch die Novelle des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes (GuKG-Novelle 2016) ergeben, auch in der Bezahlung niederschlagen müssen.

Mehr unter diesen LINK

für weitere Infos könnt ihr gerne bei uns im #BRTeam nachfragen 😉

bye bye ;)

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Im wunderschönen Burgrestaurant Obervoitsberg verabschiedete sich das Betriebsratsteam bei unseren ehemalgien Kolleginnen und nunmehr PensionistInnen Gerlinde Maier, Elisabeth Rothschedl, Cäcilia Windisch und Franz Winter. Als Abschiedsgeschenk wurde noch von Monika Fließer ein Lipizzanerheimatgutschein überreicht. Im Namen aller Kolleginnen und Kollegen bedanken wir uns recht herzlich für die langjährige Zusammenarbeit und wünschen nur das Beste für die Zukunft! LG das #BRTeam

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